Ein echter Lichtblick

In unserem so reichen München mag es niemand für möglich halten, dass Tausende Menschen im Rentenalter nicht wissen, wie sie über den nächsten Tag kommen. Sie haben lange gearbeitet, die Rente bewegt sich aber auf einem Niveau, das zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig ist. Dieser Menschen nimmt sich der Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.V. an. In das kleine Ladenbüro in der Balanstraße kommen alte Leute, denen es im Winter an Decken fehlt, die kein Geld für ein neues Brillengestell haben, nicht einmal eine Kochplatte besitzen und unter Bedingungen leben, die unser Badelatschen-tragendes-kurz-behostes-Q7-fahrendes Wohlstandsbürgertum sich nicht im schlimmsten Traum vorstellen kann. Wer macht sich schon ernsthaft Gedanken über Altersarmut?

Lichtblick spendet finanzielle Direkthilfe, organisiert Patenschaften, stellt Veranstaltungen auf die Beine, in denen bedürftige Senioren einen Ausweg aus der Isolation finden – denn ihre zwangsläufige Einsamkeit wird von den meisten als noch bedrückender empfunden als der ständige Geldmangel. Für den Verein habe ich 2012 schon die Website getextet. Nun war der Jahresbericht an der Reihe. Das Higlight: Im Hofbräuhaus am Max-Weber-Platz gibt es gegen Vorlage einer neutralen Chip-Karte einmal die Woche ein Mittagsmahl + Freigetränk im Wert von 8,50 Euro für alte Menschen, die sich so etwas sonst nicht leisten könnten. Eine feine Sache, die sich die Lichtblick Seniorenhilfe e.V. da ausgedacht hat.

Ich finde es schön, abseits der sonstigen knallharten Abverkaufswelt auch über solche Lichtblicke schreiben zu können. Hier weitere Infos.

 

 

Dieser Eintrag wurde geposted amFreitag, August 2nd, 2013zu17:05und ist abgelegt unterAllgemeinSie können alle Antworten zu diesem Eintrag folgen durch den RSS 2.0feed. Sie können einen Kommentar hinterlasse , oder trackback von deiner eigenen Seite You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

Hinterlasse eine Antwort